z.B. Mithras

mithras home -- teil 1 der ausstellung

AUSSTELLUNG, TEIL 1

AUSSTELLUNG < ZUM BEISPIEL MITHRAS >

exhibit: controversial grey triptych
Abb. V.

Farangis Yegane reaktiviert mit ihren Arbeiten - große Bilder und Rauminstallationen ausgehend vom römischen Mithraskult - neue Gedankengänge zu religionswissenschaftlichen Fragen. So entstand das große Ausstellungsprojekt ZUM BEISPIEL MITHRAS im Jahre 1994 im Karmeliterkloster Frankfurt-M., direkt räumlich verbunden mit dem Archäologischen Museum.

Mit Lichtelementen schuf die Künstlerin mit dem von ihr gestalteten weißen Stier, als begehbares Kultobjekt, eine Verbindung zum Kultbild des Mithras, gefunden in der Römerstadt Frankfurt-Heddernheim (siehe Abbildung I. unten: Abb. I).

Mit einem vom Museum ausgeliehenen römischen Steinaltar verband sie ihr Bild, das Cautes und Cautopates stehend neben einem Feueraltar zeigt (siehe Abbildung II. unten: Abb. II).

Andere Bilder wurden von ihr als Diptychon und Triptychon entworfen, wie dies auch aus der Ikonenmalerei bekannt ist. Ein großes dunkelblaues Triptychon zeigt die Vorstellung der Unendlichkeit mit dem blutenden weißen Stier im Mittelteil (siehe Abbildung III. unten: Abb. III).

Auf einem Diptychon ist auf dem linken Bild der Kultraum im Mithräum (nach Darstellung auf einem römischen Medallion) zu sehen, und auf dem rechten Bild erscheint ein Liegender während der heiligen Riten (siehe Abbildung VI. unten: Abb. IV).

Ein hochformatiges Triptychon stellt im oberen Bild polemisch den gekreuzigten Christus dar, ebenfalls als blutendes Opfer wie der verwundete Stier im mittleren Bild, dessen Blut in einen Krug fließt (siehe Abbildung V. links)

Als Raumobjekt gestaltete Farangis Yegane eine hohe schwarze Treppe, auf der die Stufen mit den sieben Weihegraden im Mithraskult beginnend mit RABE endend mit VATER, weiss beschriftet, gezeigt werden. Um die Präsens höherer Weihen der religiösen und weltlichen Hierarchien, die bis in unsere Gegenwart reichen, zu symbolisieren, zeigt sie zu Füssen der Treppe sieben Grade in der Rangordnung des Militärs, und über der Treppe sieben Rangordnungen im System der katholischen Kirche (siehe Abbildung IV. unten: Abb.VI).

Ein großes zweiteiliges hölzernes Wandobjekt, gestaltet wie zwei große Gebotstafeln göttlicher Verordnungen, bedeckt mit braunem Torf, zeigt im oberen Teil der rechten Tafel ausgeschnitten die Form der Sonne und im oberen linken Teil die Form des aufgehenden Mondes. Eine rote Leuchtröhre verbindet beide Tafeln. Bei Annäherung und Betrachtung dieses Objekts beginnt ein Lichtspiel, eröffnet mit dem langsamen Aufleuchten der Sonne, dann ein langsames Verschwinden des Sonnenlichtes. Es folgt das Erleuchten und Verschwinden des Mondes, ebenfalls im langsamen Rhythmus. Nach diesem Lichtwechsel blitzt plötzlich das rote Licht in Stabform in der Mitte der Tafeln auf, als trenne es den ruhigen Ablauf von Sonnen- und Mondlicht. Diese aufblitzende rote Leuchtröhre gleicht einem durchdringenden Ausrufezeichen, als wolle es große Gefahr andeuten (siehe Abbildung VII. unten: Abb.VII).

Auch mit dem zweiten Werkzyklus ZUM BEISPIEL MITHRAS (dokumentiert auf: http://mithras.two.farangis.de/de/), will Farangis Yegane unter diesem Thema Denkanstösse vermitteln, warum wir trotz unseres rationalistischen Weltbildes noch immer von Kulten und Riten in den verschiedenen Religionen zutiefst berührt sind.

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Tech: Gita Yegane Arani-May, niceswine.